P0174 Reduktion von Lachgasemissionen in der biologischen Abwasserreinigung

Auf kommu­nalen Kläran­lagen mit einem Verfahren zur Nitri­fi­ka­tion des Ammo­nium-Stick­stoffs im Abwasser entstehen bedeu­tende Lachgas­emis­sionen. Diese sind stark abhängig von der Stick­stoff­fracht im Zulauf zur biolo­gi­schen Reini­gungs­stufe und der maximal möglichen Nitri­fi­ka­ti­ons­rate. Die internen Rezir­ku­la­tionen aus der Schlamm­be­handlung machen dabei einen bedeu­tenden Teil dieser Stick­stoff­fracht aus.

Mit Langzeit­mes­sungen der EAWAG konnte nachge­wiesen werden, dass durch eine zusätz­liche Behandlung der Rückläufe aus der Schlamm­be­handlung mit einem Stripping-Verfahren die Lachgas­emis­sionen deutlich redu­ziert werden. Durch das Strippen wird ein reiner, hochkon­zen­trierter Ammo­ni­ums­ul­fat­dünger von bekannter, stabiler Qualität produ­ziert. Dieser kann mit geeig­neten Methoden genau dosiert in der Landwirt­schaft einge­setzt werden.

Durch die Reduktion der Lachgasemissionen können jährlich Bescheinigungen beantragt werden. Pro Tonne reduzierte CO2-Emissionen werden CHF 140.- entschädigt. 

 

Vertragspartner Stiftung kLIK

Die Stiftung KliK kauft die aus dem Programm resul­tie­renden Besch­ei­ni­gungen. Der Beitrag ermög­licht, einen Teil der Infra­struk­turs­kosten zurück­zu­zahlen.Ohne das Programm hätten die Kläran­lagen keinen Anreiz, ihre lachgas­hal­tigen Abluft­ströme zu nutzen oder zu zerstören.

Wer kann teilnehmen ?

Teilnehmen können ARA in der Schweiz, die eine sparatate Faulwasserbehandlung durch das Struppig-Verfahren bauen.

Wie machen Sie mit?

Die Anmeldung zur Aufnahme ins Programm muss zu Beginn der Projektierung erfolgen. Eine Aufnahme nach Fertigstellung der Anlage ist nicht möglich